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#EENinformiert

Digital, aber sicher: Cybersicherheit für kleine und mittlere Unternehmen

Liebe Leserinnen und Leser,

ob Onlineshop, vernetzte Produktionsanlage oder digitale Buchhaltung: Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne digitale Prozesse aus. Genau hier setzt auch ein großer Teil unserer Arbeit als Enterprise Europe Network an, wenn wir Unternehmen bei der Digitalisierung begleiten. Doch mit jedem digitalen Schritt wächst auch die Angriffsfläche für Cyberkriminelle, weshalb an Cybersicherheit kein Weg vorbeiführt. Der Oktober ist Europäischer Monat der Cybersicherheit und für uns ein guter Anlass, das Thema in den Mittelpunkt unserer aktuellen Ausgabe zu stellen.

Wir zeigen, warum gerade kleine und mittlere Unternehmen genauer hinschauen sollten, wie das EEN Sie dabei unterstützen kann, sich zu Fördermitteln, Veranstaltungen und passenden Partnern zu informieren. Außerdem gibt es wie gewohnt aktuelle News aus dem Netzwerk und Gelegenheit, sich bei laufenden EU-Konsultationen einzubringen.

Viel Freude beim Lesen!


Inhalt

Cybersicherheit für KMU: Ein Thema, das oft unterschätzt wird

Das EEN als Wegbereiter für mehr Cybersicherheit

Regionale und Internationale Veranstaltungen

Aus dem Netzwerk: Neues und Wissenswertes

Sagen Sie Ihre Meinung


Cybersicherheit für KMU: Ein Thema, das oft unterschätzt wird

Im Oktober ist Europäischer Monat der Cybersicherheit, ein guter Anlass, das Thema auch für kleine und mittlere Unternehmen in den Blick zu nehmen. Denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein im Juli 2026 wurden rund 6,82 Millionen neue Schadprogramm-Varianten registriert, im Schnitt also etwa 220.000 neue Varianten pro Tag. Fast wöchentlich berichten Medien über größere Cybersicherheitsvorfälle, meist bei großen Unternehmen oder Behörden.

Von KMU liest man dagegen selten. Das bedeutet aber nicht, dass sie ein geringeres Risiko tragen, im Gegenteil: Das Risiko, Opfer eines Cybervorfalls zu werden, ist bei KMU tatsächlich höher als bei Großunternehmen. Vorfälle bei kleineren Betrieben schaffen es schlicht seltener in die Schlagzeilen. Gleichzeitig fehlt es vielen KMU an dedizierten IT- oder Informationssicherheitsteams, und die Ressourcen für Informationssicherheit sind oft begrenzt und müssen bei Bedarf extern eingekauft werden.

Viele Unternehmen sind sich dieser Lücke durchaus bewusst und würden gerne mehr für ihre Cybersicherheit tun. Doch selbst wenn der Wille da ist, wirken etablierte Maßnahmen wie der IT-Grundschutz für kleinere Betriebe häufig wie ein zu großes Unterfangen, zeitlich wie personell.

Für Unternehmen, die europaweit tätig sind oder es werden wollen, kommt eine zusätzliche Dimension hinzu: Auf EU-Ebene wächst der regulatorische Druck, etwa durch die NIS2-Richtlinie oder den Cyber Resilience Act, der ab September 2026 unter anderem Meldepflichten für Sicherheitsvorfälle bei Produkten mit digitalen Elementen vorsieht. Wer im EU-Binnenmarkt agiert, kommt am Thema Cybersicherheit also nicht mehr vorbei, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Die gute Nachricht: Man muss nicht alles auf einmal lösen. Schon kleine, gezielte Schritte, von einer einfachen Risikobewertung bis zu klaren Zuständigkeiten im Ernstfall, verbessern die Ausgangslage spürbar.

Das EEN als Wegbereiter für mehr Cybersicherheit

Ob Sie Ihr eigenes Unternehmen besser gegen Cyberrisiken absichern möchten oder selbst Lösungen im Bereich Cybersicherheit entwickeln und anbieten: Das Enterprise Europe Network Sachsen-Anhalt unterstützt Sie dabei, die passenden Fördermittel, Kontakte und Informationen zu finden.

Sichern Sie sich die passende Förderung

Für Investitionen in Ihre IT-Sicherheit ebenso wie für die Entwicklung neuer Cybersicherheitslösungen stehen Fördermittel auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene zur Verfügung, etwa über DIGITAL.INNOVATION oder nationale Programme. Wir beraten Sie zu passenden Fördermöglichkeiten und begleiten Sie durch den Antragsprozess.

Treffen Sie die Akteure der Branche

Rund um das Thema Cybersicherheit gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Informationsformate, bei denen Sie sich mit Anbietern, Anwendern und Expertinnen und Experten austauschen und über aktuelle Entwicklungen und Anforderungen informieren können. Wir weisen Sie gerne auf passende Termine hin und vermitteln Kontakte vor Ort.

Finden Sie die richtigen Partner

Über unsere europaweite Datenbank vermitteln wir Kontakte zu passenden Partnern im Bereich Cybersicherheit, ganz gleich, ob Sie einen IT-Sicherheitsdienstleister für Ihr Unternehmen suchen oder als Anbieter neue Kunden und Kooperationspartner in ganz Europa finden möchten.

Vernetzen Sie sich mit Expert:innen

Über unser Netzwerk aus Stakeholdern und Netzwerkpartnern bringen wir Sie mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich Cybersicherheit zusammen, für fachlichen Austausch, Beratung oder gemeinsame Projekte.

Regionale und internationale Veranstaltungen

Ob Matchmaking, Fachvortrag oder Kongress: Auch in den kommenden Wochen bietet das Enterprise Europe Network zahlreiche Gelegenheiten, sich rund um Digitalisierung und Cybersicherheit zu vernetzen und auszutauschen.

 

Smart Country Convention 2026
Cyber Resilience Act I – Chance oder Risiko für die deutsche Industrie?
DEICy 2026

Kongress und Expo für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors in Deutschland, mit den Themenfeldern digitale Verwaltung, KI und Cloud-Technologien, digitale Sicherheit und Smart Cities.

Webimpuls der Transferstelle Cybersicherheit zu den Anforderungen des CRA und wie KMU den Einstieg in eine sichere, praxisnahe Umsetzung meistern können. Internationales Matchmaking-Event rund um digitale Wirtschaft, IoT und Cybersecurity, mit Präsenzterminen in Nadarzyn bei Warschau und ergänzenden Online-Sessions.

13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin

13. Oktober 2026 online 3. bis 10. November 2026 in Warschau und online
Weitere Informationen Weitere Informationen Weitere Informationen

 

Besuchen Sie auch unseren Veranstaltungskalender für weitere spannende Events und Networking-Möglichkeiten, um sich mit Expert:innen auszutauschen und Ihre Kontakte zu erweitern!

Zum Veranstaltungskalender

Aus dem Netzwerk: Neues und Wissenswertes

EEN, FINNO und UNIDO bündeln Kräfte für KMU

Mit einem gemeinsamen Aktionsplan für 2026 bis 2028 wollen das Enterprise Europe Network, die Plattform FINNO und die UN-Organisation UNIDO kleine und mittlere Unternehmen gezielter bei Industrie 4.0, digitaler Transformation und dem grünen Wandel unterstützen. Im Fokus stehen praxisnahe Diagnosen, Transformationspläne und grenzüberschreitende Kooperationen.

Weitere Informationen

Rede zur Lage der Union: Weniger Bürokratie für KMU

In ihrer Rede zur Lage der Union am 16. September 2026 kündigte Kommissionspräsidentin von der Leyen an, den bürokratischen Aufwand für Unternehmen und insbesondere KMU weiter zu senken, unter anderem durch ein härteres Vorgehen gegen nationale Überregulierung ("Gold-Plating"). Die zwölf bisherigen Omnibus-Vorschläge sollen Unternehmen in der EU bereits Einsparungen von rund 17 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Schon in der vergangenen Woche bekräftigte die Kommission zudem ihr bestehendes Ziel, den bürokratischen Aufwand bis 2029 um 25 Prozent für alle Unternehmen und um 35 Prozent für KMU zu reduzieren.

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Meldepflichten aus dem Cyber Resilience Act sind da

Seit dem 11. September 2026 müssen Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle melden, und zwar EU-weit einheitlich über die von ENISA bereitgestellte Single Reporting Platform (CRA-SRP). Zuständig ist in Deutschland das CERT-Bund im BSI, das auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verfügung stellt.

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EU aktualisiert Kontrollliste für Dual-Use-Güter

Am 14. September 2026 hat die Europäische Kommission die EU-Kontrollliste für Dual-Use-Güter aktualisiert, unter anderem für Halbleiterfertigungsanlagen und fortschrittliche Recheneinheiten. Für exportierende Unternehmen kann sich dadurch der Genehmigungsbedarf für bestimmte Produkte ändern.

Weitere Informationen

Sagen Sie Ihre Meinung

Die Europäische Kommission gibt Unternehmen regelmäßig die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven in europäische Entscheidungsprozesse einzubringen. Nutzen Sie die Gelegenheit, aktuelle Konsultationen mitzugestalten und die Interessen Ihres Unternehmens auf EU-Ebene sichtbar zu machen.

MwSt und Kreislaufwirtschaft

Die Europäische Kommission möchte wissen, ob die geltenden Mehrwertsteuervorschriften die Kreislaufwirtschaft ausreichend unterstützen, etwa bei gebrauchten Gütern, der Entsorgung nutzbarer Waren und dem Vorsteuerabzug für Pkw. Angesprochen sind unter anderem Unternehmen, KMU und Wirtschaftsverbände.

Zur Konsultation

First: 4. November 2026

Ausfuhrkontrollen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck

Im Rahmen der Gesamtbewertung der Dual-Use-Verordnung (EU) 2021/821 sammelt die Kommission Rückmeldungen von Ausführern, Vermittlern und weiteren Beteiligten, um die Wirksamkeit der Regelung zu prüfen und mögliche Verbesserungen zu identifizieren.

Zur Konsultation

Frist: 15. Oktober

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Machen Sie noch heute einen Termin für  eine kostenlose Erstberatung, telefonisch oder per E-Mail!

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