DEUTSCHLAND | Sachsen-Anhalt

 

Delegation aus Sachsen-Anhalt auf dem Weg zur WHINN

Innovationen in der Medizintechnik und Pflege aus Sachsen-Anhalt präsentieren sich auf der „Week of Health and Innovation“ (WIHNN) in Odense (Dänemark)

Eine 25-köpfige Delegation bestehend aus Vertretern sachsen-anhaltinischer Hochschulen, Unternehmen und Kommunen nimmt vom 19. bis 21. November an der größten Veranstaltung für Medizininnovationen in Dänemark teil. Über 800 Akteure aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung informieren sich auf der „Week of Health and Innovation“ (WHINN) über die neuesten Entwicklungen in der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege. Das diesjährige Programm legt seinen Schwerpunkt auf zukunftsweisende Themen wie Virtual Reality in der medizinischen Behandlung, Möglichkeiten der Digitalisierung in der häuslichen Pflege und Rehabilitation, datenbasierte Analysen für die personalisierte Medizin oder wie Roboter, Künstliche Intelligenz und Drohnen die Gesundheitsversorgung der Zukunft verbessern können.

„Dänemark ist ein sehr gutes Vorbild für innovative Projekte im Kontext der Gesundheitsversorgung und den damit verbundenen positiven Auswirkungen auf die gesamte Region. Vergleichbare Innovationsprojekte setzen wir ebenfalls bereits im Kleinen um, perspektivisch wollen wir in Sachsen-Anhalt einen Leuchtturm für innovative Versorgung etablieren. In Dänemark finden wir erfahrene Partner zum Austausch, zur Diskussion und zur Einschätzung unserer Ideen und Konzepte. Wir möchten uns einerseits inspirieren lassen, andererseits aber auch ganz konkret Partner finden, mit denen wir im Rahmen des ‚Horizon 2020‘-Programms der Europäischen Union einen Forschungsantrag stellen können““, sagt Dr. Karsten Schwarz.

Hagen Woecht (Geschäftsführer der InnoCon Systems GmbH in Tangermünde) über seine Teilnahme an der WHINN: „Ich hoffe auf der Messe Informationen über IT-Lösungen des Gesundheitswesens in Dänemark zu erfahren. Gleichzeitig bin ich auf der Suche nach möglichen Partnern, die Interesse an unseren Produkten haben.“

Auch ein Treffen mit einem bereits existierenden Partner ist geplant. Die WHINN findet in diesem Jahr zum 5. Mal statt und ist die größte Veranstaltung für innovative Ansätze im Gesundheitssystem in Dänemark und zog bspw. Vertreter aus Wissenschaft, Krankenversorgern oder Start-Ups an.

Sabine Krause-Heisterkamp (Referatsleiterin für Grundsatzfragen, Europa, Innovation im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration) betont die große Bedeutung der WHINN: „Für Sachsen-Anhalt mit der demografischen Entwicklung und den damit einhergehenden Herausforderungen der Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung sind Innovationen im Gesundheitsbereich von entscheidender Bedeutung. Daher lohnt ein Blick nach Dänemark als Vorreiter von technischen Entwicklungen und neuen Interaktionsformen im Gesundheitswesen. Die WHINN in Odense bietet eine hervorragende Plattform, um sich beispielsweise über Themen wie Digitalisierung im Gesundheitswesen und im Pflegebereich auszutauschen, Kontakte zu anderen Ländern innerhalb und außerhalb Europas zu knüpfen und voneinander zu lernen.“

Die Delegationsreise wird organisiert von den drei EU-Beratungseinrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt. Das EU-Hochschulnetzwerk, das Enterprise Europe Network und die EU Service-Agentur haben das Ziel, die Beteiligung von Hochschulen, Unternehmen und Kommunen aus Sachsen-Anhalt an wettbewerblichen EU- Programmen für Forschung und Innovation zu erhöhen. Dazu sollen Projekte vorrangig für die Programme Horizon 2020 und Interreg sowie auch für andere EU-Programme für Forschung, Innovation und Kooperation initiiert werden.

Vor dem Hintergrund der Regionalen Innovationsstrategie (RIS) und der Leitmärkte des Landes Sachsen-Anhalt bildet das Thema Gesundheit einen Schwerpunkt der Beratungs- und Projektentwicklungsaktivitäten. Die Teilnahme an der WHINN trug dazu bei, dass innovative Ideen aus Sachsen-Anhalt im Feld der Patientenversorgung und Pflege einem internationalen Publikum bekannt gemacht wurden und das bestehende Netzwerk zwischen Hochschulen, Unternehmen und Kommunen aus Sachsen-Anhalt und Süddänemark verfestigt wurde.

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