#EENinformiert
Vom Labor zum Unternehmenserfolg: Zukunftstechnologien im Fokus
Liebe Leserinnen und Leser,
neue Technologien treiben Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum voran, für einzelne Unternehmen genauso wie für ganz Europa. Damit gute Ideen aus der Forschung tatsächlich bei Unternehmen ankommen, braucht es Unterstützung, Kontakte und oft auch die passende Förderung. Genau hier setzt das Enterprise Europe Network an. Wir helfen Unternehmen, neue Technologien zu finden, zu verstehen und für sich zu nutzen, sei es durch Partnersuche, Veranstaltungen oder Beratung zu Fördermitteln.
Ein Technologiefeld, das aktuell besonders viel Aufmerksamkeit bekommt, ist die Quantentechnologie. Sie steht exemplarisch dafür, wie das Enterprise Europe Network Unternehmen auf ihrem Weg von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleitet. In dieser Ausgabe zeigen wir Ihnen, was hinter dem Thema steckt und wie wir Sie dabei unterstützen können.
Darüber hinaus erwarten Sie wie gewohnt Informationen zu regionalen und internationalen Veranstaltungen sowie weitere spannende Themen aus dem europäischen Innovations- und Unternehmensumfeld.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unseres aktuellen Newsletters!
Inhalt
Neue Dimensionen: Wie Quantentechnologie Europas Innovationskraft stärkt
Das EEN als Brücke zwischen Forschung und Unternehmen
Regionale und internationale Veranstaltungen
Aus dem Netzwerk: Neues und Wissenswertes
Neue Dimensionen: Wie Quantentechnologie Europas Innovationskraft stärkt
Quantentechnologien zählen zu den vielversprechendsten Zukunftstechnologien unserer Zeit. Sie nutzen gezielt die Gesetze der Quantenmechanik, um leistungsfähige Anwendungen in Bereichen wie Quantencomputing, Quantenkommunikation, Sensorik und Messtechnik zu entwickeln. Dabei verbinden sie physikalische Grundlagenforschung mit ingenieurwissenschaftlicher Praxis. Das Potenzial reicht von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über innovative industrielle Anwendungen bis hin zu gesellschaftlichen Veränderungen und könnte die technologische Wettbewerbsfähigkeit der EU nachhaltig stärken.
Die EU betrachtet die Quantentechnologie als eine der strategischen Schlüsseltechnologien der kommenden Jahrzehnte. Sie hat sich mit der „Quantum Europe Strategy“ ambitionierte Ziele gesetzt. So sollen bis 2030 zwei fehlerkorrigierte Quantencomputer auf Weltklasseniveau verfügbar sein. Außerdem soll mit der Initiative EuroQCI (European Quantum Communication Infrastructure) ein europaweites Netzwerk für hochsichere Kommunikation entstehen.
Auch wenn der breite kommerzielle Einsatz vieler Quantencomputer noch einige Jahre entfernt ist, empfiehlt die EU Unternehmen, sich frühzeitig mit dem Thema und den Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Wer Entwicklungen beobachtet und erste Anwendungsfelder identifiziert, kann künftig Wettbewerbsvorteile nutzen und neue Geschäftsmodelle erschließen. Besonders in den Bereichen Simulation, Optimierung, Materialentwicklung, Logistik und IT-Sicherheit könnten quantenbasierte Lösungen künftig eine wichtige Rolle spielen. Bei der Quantentechnologie handelt es sich nicht nur um ein wissenschaftliches Zukunftsfeld, sondern um einen strategischen Baustein der EU-Industriepolitik. Ziel ist es, Europa zu einem führenden Innovationsstandort zu machen, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und langfristig wirtschaftliche sowie technologische Unabhängigkeit zu sichern.
Das EEN als Brücke zwischen Forschung und Unternehmen
Ob Quantentechnologie oder andere Zukunftstechnologien: Der Sprung von der Forschung in die unternehmerische Praxis gelingt selten allein. Genau hier setzt das Enterprise Europe Network an, ganz gleich, ob Sie eine neue Technologie in Ihrem Unternehmen anwenden oder selbst an eigenen Lösungen forschen möchten.
Finden Sie die richtigen Partner
Über unsere europaweite Datenbank vermitteln wir Kontakte zu Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die an neuen Technologien wie Quantenlösungen arbeiten, ganz gleich, ob Sie nach Technologieanbietern suchen oder selbst Partner für gemeinsame Entwicklungsprojekte finden möchten.
Treffen Sie die Akteure der Branche
Wir organisieren gezielt Matchmaking-Events und Informationsveranstaltungen zu aktuellen Technologiefeldern, bei denen Sie auf Anbieter und Entwickler treffen und sich über neue Entwicklungen informieren können, von Quantentechnologie bis zu anderen Zukunftsfeldern.
Sichern Sie sich die passende Förderung
Viele Technologieprojekte, auch im Bereich Quantentechnologie, werden über Horizon Europe oder nationale Förderprogramme unterstützt. Wir beraten Sie zu passenden Fördermöglichkeiten und begleiten Sie durch den Antragsprozess.
Regionale und internationale Veranstaltungen
Ob Matchmaking, Fachvortrag oder Netzwerktreffen: Auch in den kommenden Wochen bietet das Enterprise Europe Network zahlreiche Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen und sich zu aktuellen Themen auszutauschen.
| Quantum Effects 2026 |
European Summit of Industrial Biotechnology (esib2026) | Horizon Europe Cluster 4 Digital Matchmaking |
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Entdecken Sie die neuesten Entwicklungen der Quantentechnologie und knüpfen Sie beim EEN-Matchmaking direkt vor Ort neue Kontakte. |
Tauschen Sie sich mit führenden Köpfen der industriellen Biotechnologie aus und entdecken Sie neue Impulse für Kreislaufwirtschaft und biopharmazeutische Produktion. | Lernen Sie potenzielle Partner für Ihr nächstes Digitalisierungsprojekt kennen und sichern Sie sich virtuelle 1:1-Gespräche im Rahmen von Horizon Europe. |
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06.–07.10.2026 in Stuttgart |
09.–13.11.2026 in Graz | noch bis 31. Dezember |
| Weitere Informationen | Weitere Informationen | Weitere Informationen |
Besuchen Sie auch unseren Veranstaltungskalender für weitere spannende Events und Networking-Möglichkeiten, um sich mit Expert:innen auszutauschen und Ihre Kontakte zu erweitern!
Aus dem Netzwerk: Neues und Wissenswertes
Mehrjähriger Finanzrahmen 2028-2034
Der Europäische Rat hat sich auf einen teilweisen Verhandlungsstandpunkt zu „Horizont Europa“ im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034 geeinigt. Das Programm soll wissenschaftliche Exzellenz fördern, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und gesellschaftliche Herausforderungen angehen; zudem ist eine engere Verknüpfung mit dem Europäischen Wettbewerbsfonds vorgesehen. Finanzielle und horizontale Fragen sowie Punkte zum Europäischen Institut für Innovation und Technologie bleiben jedoch Teil der laufenden Gesamtverhandlungen.
Fortschrittsbericht “Ein Europa, ein Markt“
Das Europäische Parlament, der Rat der EU und die EU-Kommission haben im April 2025 einen Fahrplan „Ein Europa, ein Markt“ beschlossen, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Bis spätestens Ende 2027 sollen konkrete Fortschritte beim Binnenmarkt erzielt werden. Der erste Fortschrittsbericht zeigt laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass die EU auf Kurs ist, das Potenzial des Binnenmarkts mit 450 Millionen Menschen besser auszuschöpfen.
Neue E-Commerce-Zollregelung
Ab dem 1. Juli hebt die EU eine veraltete Zollbefreiung für E-Commerce-Sendungen mit einem Wert von unter 150 Euro auf. Für Waren aus Drittländern, die online gekauft und direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher versandt werden, wird nun eine Zollgebühr von 3 Euro pro Artikel erhoben. Zölle werden von den Zollbehörden von den Plattformen oder anderen Unternehmen erhoben, die mit dem Verkauf und der Beförderung der eingeführten Waren befasst sind. Verbraucherinnen und Verbraucher, die online einkaufen, brauchen daher keine zusätzliche Zahlung bei der Lieferung tätigen.
EU-Bericht zur Digitalisierung
Der EU-Bericht zur digitalen Dekade zeigt Fortschritte bei der digitalen Transformation Europas, insbesondere bei 5G-Abdeckung, Cloud-Nutzung, Datenanalyse, KI-Einsatz und grundlegenden digitalen Kompetenzen. Deutschland wird als führend in Hochtechnologiebereichen wie Halbleitern und Quantentechnologie bewertet, muss aber die Netzanbindung und digitale öffentliche Dienste weiter verbessern. Gleichzeitig bestehen EU-weit deutliche Lücken, etwa beim globalen Halbleiteranteil, bei Rechenkapazitäten, der Abhängigkeit von außereuropäischen Cybersicherheitsanbietern und dem Mangel an IKT-Fachkräften.
Sagen Sie Ihre Meinung
Die Europäische Kommission gibt Unternehmen regelmäßig die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven in europäische Entscheidungsprozesse einzubringen. Nutzen Sie die Gelegenheit, aktuelle Konsultationen mitzugestalten und die Interessen Ihres Unternehmens auf EU-Ebene sichtbar zu machen.
EU Survey for Stakeholders on Gold-plating
Die EU-Kommission sammelt bis zum 15. September 2026 Rückmeldungen von Unternehmen zu sogenanntem Gold-Plating, also zusätzlichen nationalen Anforderungen bei der Umsetzung von EU-Recht, die über die EU-Vorgaben hinausgehen und unnötige Kosten oder Bürokratie verursachen können. Unternehmen sollen konkrete Beispiele nennen, etwa strengere Vorschriften, zusätzliche Genehmigungs- oder Dokumentationspflichten, abweichende Auslegungen oder aufwendige Kontrollmaßnahmen, um Hindernisse im Binnenmarkt abzubauen.
Frist: 15. September
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